Usbekistan ist ein Land in Zentralasien. Oben grenzt es an Kasachstan unten an Turkmenistan. Das sind aber auch keine Länder wo ein Tourist einfach so hinfliegt. In Usbekistan leben über 30 Millionen Menschen – hauptsächlich Usbeken. Ein paar Russen und Tadschiken und noch Andere dazu. Es ist ein junges Land, denn fast die Hälfte der Einwohner ist unter 18 Jahre alt.

Die Hauptstadt ist Taschkent. Weit, breit und noch breitere Strassen. Shoppen geht der Usbeke nicht in den Supermarkt, nein er findet und kauft alles was er braucht auf einem Bazar. An jedem Wochentag kann man hier von Gewürzen bis frischen Fladenbrot, Gemüse, Obst und verschiedene Süßigkeiten kaufen.

Am meisten haben mich die privaten Taxis verblüfft. Da steh ich am Straßenrand und prompt bleibt eine Auto neben mir stehen. Der Fahrer fragt mich wohin ich will. Na klar ins Hotel zurück. Mit Bus, Taxi oder… für 1 Euro chauffiert mich der freundliche Usbeke vom Basar ins Hotel zurück. Was für ein Service. Aber das ist gang und gäbe in Taschkent, nein in ganz Usbekistan. Und… es ist so ziemlich ungefährlich – zumindest was das Einsteigen ins Auto einer fremden Person betrifft, sonst würden ja nicht so viele Frauen mitsamt Kinder und vollen Plastik-Taschen vom Basar nach Hause trampen.

Ein luxuriöser Schnellzug bringt uns in die 300 Kilometer entfernte, und im Nordosten gelegene Stadt, Samarkand. Sie ist eine der ältesten Städte der Erde. Die Siedlung aus „Tausend und Einer Nacht“ entwickelte sich schnell zum zentralen Umschlagplatz an der Großen Seidenstraße – zur Drehscheibe an der Karawanenstraße von Persien nach China. Samarkands gewaltige Moscheen und Mausoleen zählen zu den schönsten Beispielen islamischer Baukunst. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten sind:

  • der Registan Platz, der von drei mit Majolika-Keramik verzierten Koranschulen aus dem 15. und 17. Jahrhundert umgeben ist
  • das Gur-Emir-Mausoleum des türkisch-mongolischen Eroberers Timur aus dem frühen 15. Jahrhundert
  • die Bibi Chanum Moschee
  • die Shohizinda, deren Mausoleen zwischen dem 9. und 19. Jahrhundert errichtet wurden.

Wer sich entlang der „alten Seidenstraße“ bewegt, sollte sich unbedingt im Ferghanatal, ganz im Osten an der Grenze zu Kirgisistan, die Töpfereien und vor allem die Seidenfabriken anschauen! Eine der bekanntesten liegt in der Stadt Margilan (Marg’ilon). Die Kunst aus dem Kokon einen Faden zu ziehen und anschließend zu färben, haben die Meister im Laufe von Hunderten von Jahren perfektioniert. Bis heute ist Margilan´s Seide einzigartig in der Welt. Einer der größten Hersteller in Zentralasien ist die Fabrik „Khan-Atlas“. Jeden Monat laufen 6 Kilometer Seide durch die Hände der Frauen, die für knappe 100 Euro im Monat jeden Tag in die Fabrik gehen,

Neben Seide ist auch die Keramik ein wichtiger Wirtschaftszweig. Besonders im Dorf Rischtan (Rishton) finden wir einzigartige Keramikmanufakturen. Gerade die blaue Glasurkeramik ist bei den Touristen als Souvenir beliebt.

Wer bisher nicht fündig wurde, der entdeckt am riesigen Bazar in Fergana sicher das ein oder andere Mitbringsel. Die Einheimischen kaufen hier alles was nötig und unnötig ist. Der farbenfrohe Markt bietet frisches Obst und Gemüse, Lammköpfe, Gewürze, Messer und den Hauch aus 1001 Nacht.

Die islamische Architektur, das kulturelle Angebot, die reizvolle Landschaft und nicht zuletzt die überaus freundlichen Menschen machen eine Reise nach Usbekistan allemal attraktiv.

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