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Italien

Bella Italia

Italien, das ist der Inbegriff europäischer Kultur und Lebensart und gehört damit zu einem der beliebtesten Reiseziele für Urlauber aus der ganzen Welt. Und sind wir mal ehrlich, wer hat sich noch nicht dabei ertappt, sich auszumalen wie es wäre ein Haus in der Toskana zu haben, eine Ferienwohnung in Strandnähe oder ein schickes, kleines Appartement in Roms Parioli-Viertel? Das Land ist so reizvoll vielseitig und bietet so viel zum Entdecken wie kaum ein Zweites. Angefangen von den unterschiedlichen Landschaften, von den schneebedeckten Alpen bis zu den sonnigen Stränden Siziliens.

Italien verfügt über tolle Museen und Kunstschätze, sowie Schöpfungen von großem Malern und Bildhauern wie Michelangelo, Leonardo da Vinci und Raffael um nur einige zu nennen. Kunst und Kultur sind das Eine, das Andere: Sandstrände, Pizza, Pasta, Gelati, Eros Ramazzotti und die Papagalli. Deswegen zieht es Reisende aus Österreich an die Adriaküste, vor allem nach Jesolo oder Lignano.

Wer von Kärnten nach Italien fährt, muß an Tarvisio [Tarvis] vorbei. Der 4000-Einwohner-Ort liegt gleich nach der Grenze in Friaul-Julisch Venetien. In den 1970er Jahren kamen Österreicher in Bussen hierher und deckten sich mit Handtaschen und Jacken aus Leder für die nächsten paar Jahre ein. Heute zieht es Einkaufssüchtige weiter südlich in das Nähe Udine liegende Cittá Fiere. Meist wird die Tour gleich verbunden mit einem kurzem Abstecher nach Grado, das 52 km weit entfernt am adriatischen Meer liegt.

Während Österreicher sich in Caorle [einst zu Unrecht als Hausmeisterstrand bezeichnet] oder Jesolo sonnen, bevorzugen Italiener die Strände an der Versilia beziehungsweise der italienischen Riviera. Sie erstreckt sich von Finale Ligure, nahe an der französischen Grenze bis nach Grosseto in der Toskana. Ende der 80er brachte mich eine Italienreise nach Camaoire, hinter der schönen Stadt Lucca gelegen. Dort wohnten wir in einem kleinen Schloss. Vom Dachfenster des Appartements konnte man bis weit hinunter ans Meer sehen. Zum Strand nach Viareggio fährt man mit dem Auto in 10 Minuten. Im August füllt sich der Ort mit Italienern, weil die großen Industriewerke wie Fiat Betriebsferien machen. Familien mit Kindern nutzen diese Wochen für einen ausgiebigen Strandurlaub. Auch Pisa mit dem schiefen Turm liegt nicht weit von Viareggio entfernt. Damals durfte man noch die Stiegen im Inneren des Turmes bis hinauf auf die Aussichtsplattform steigen. Heute ist das nicht mehr möglich.

Die Hauptstadt der Toskana ist Florenz – vor allem bekannt für seine zahlreichen Kunst- und Architektur-Meisterwerke der Renaissance. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten zählen der Duomo und die Uffizien. Sie gelten als eines der bekanntesten Kunstmuseen der Welt. Jährlich strömen 2 Millionen Menschen durch die Ausstellungsräume. Daher bilden sich oft lange Warteschlangen am Eingang. Eines der weiteren Wahrzeichen von Florenz ist die Ponte Vecchio. Sie ist die älteste Brücke über den über 200 Kilometer langen Arno Fluss. Die kleinere Schwester von Florenz, Siena, ist eine der ältesten Städte in Italien. Am fächerförmigen Hauptplatz, der Piazza del Campo, findet alljährlich im August der Palio statt – das härteste Pferderennen der Welt.

Papst und Pizza

Einmal im Leben sollten nicht nur Pilger in Rom gewesen sein. In der ewigen Stadt finden wir 3000 Jahre alte Kunstgeschichte. Antike Ruinen wie das Forum Romanum und das Kolosseum zeugen von der einstigen Macht des Römischen Reiches. Mitten in Rom wohnt der Papst in seinem eigenen Zwergstaat Vatikan. Neben dem Papst leben weitere 999 Bürger rund um die größte Kirche der Welt, der Peterskirche. Bewacht von der “Schweizer Garde” befinden sich unermessliche Kunstschätze in den Vatikanischen Museen.

Wer hat die Pizza erfunden? Die Neapolitaner! Wenn es um die originale neapolitanische Pizza geht, dann kennt man in Neapel kein Pardon. Echte Pizzen sind ausschließlich Marinara mit Paradeiser, Öl, Oregano, Knoblauch [ohne Käse!] und die Margherita mit Paradeiser, Öl, Mozzarella oder Fior di latte, gratinierter Käse und Basilikum. Punkt. In der süditalienischen Stadt am Golf von Neapel fährt kein einziges Auto ohne großer Delle. Nachts werden die Fahrzeuge mit Lenkradsperren und Ketten gesichert. Das gehört zum Stadtbild. Genauso wie Langfinger, die mit allen möglichen Tricks die Touristen beklauen. Der in der nähe gelegene Vulkan Vesuv, der noch immer aktiv ist, verschüttete einst die Römerstadt Pompeji.

Die Süditaliener

Die Italiener wissen natürlich, daß wir Österreicher sie mögen. Beim Fußball spielen eher weniger. Von bisher 24 Begegnungen konnte Österreich nur 5 gewinnen,7 endeten unentschieden,12 gingen verloren. Über AS Roma, Inter Mailand oder Juventus Turin braucht man mit einem Italiener also nicht diskutieren. Will man ihn allerdings zur Weißglut bringen, dann spricht man über Ketchup, Bunga Bunga oder die Mafia-Millionen. Übers Essen plaudern Italiener überzeugend gerne: Antipasti, Spaghetti Vongole oder Saltimbocca alla Romana sind ja die besten Speisen der Welt. Michael Schumacher und Sebastian Vettel sind im Ferrari Weltmeister geworden aber Italiener sind sie deswegen keine. Sophia Loren, Adriano Celentano, Eros Ramazzotti, Bud Spencer, Luciano Pavarotti, Francesco Totti, Monica Belluci – das sind ItalienerInnen. Mario Girotti, bekannt als Terence Hill ist auch einer! Er wurde am  29. März 1939 in Venedig geboren.

Zu Süditalien gehören die Regionen Kampanien, Basilicata, Kalabrien, Apulien und Molise. Mit der erweiterten Definition werden auch noch die großen Inseln Sardinien und Sizilien sowie einige Provinzen im Norden, die Abruzzen und Teile von Latium zum Mezzogiorno [Unteritalien] gerechnet. Die wichtigsten Orte sind: Bari, Salerno, Tropea und Lecce. Mit der Eisenbahn empfiehlt sich die Benutzung der Hochgeschwindigkeitszüge Frecce, um in den Süden zu gelangen. Der rote Frecciarossa (“Roter Pfeil”) verbindet den Norden von Italien mit zwei Stammlinien entlang der Küsten des tyrrhenischen Meers und der Adria über Rom – Neapel bis Salerno und über Ancona – Pescara bis Bari. Die Strände an den Küsten des tyrrhenischen Meeres im Westen und der Adria im Osten sind teils steil-abfallend felsig mit idyllischen Buchten.

Sizilien ist mit 25.500 km² die größte Insel im Mittelmeer. Die Küstenlänge beträgt 1152 Kilometer. Die sogenannte „Straße von Messina“ trennt die Insel heute vom italienischen Festland. An den Küsten findet man einerseits steile Felsküsten, andererseits flache, idyllische Sandstrände. Taormina – das wichtigste Touristenzentrum – liegt an der Ostküste der Insel und bietet für Jeden etwas. Bei klarer Sicht, lässt sich sogar der noch aktive Vulkan Ätna bestaunen. Auf einer vorgelagerten gleichnamigen Insel bläst auch der 926 Meter hohe Stromboli Rauchschwaden in die Luft. In der Feriensaison fahren Schnellboote von der Küste Tropea [Kalabrien] zu der Insel Stromboli, auf der über 500 Menschen wohnen.

Das solltest Du sehen

Kolosseum, Rom
Uffizien, Florenz
Palio in Siena
Riomaggiore, Cinque Terre
Mailänder Dom
Blaue Grotte, Capri
Golf von Salerno, Amalfiküste
Canale Grande, Venedig
Turin im Piemont
Carneval in Viareggio
Taormina, Sizilien
Neapel

Auf was Sie achten sollten!

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Diebe Die Langfinger sind sehr kreativ und arbeiten mit allen Tricks. Frauen sollten auf Umhängetaschen verzichten. Autos bei den Ampeln zusperren.
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Händler am Strand Die Straßenhändler verkaufen Plagiate von Louis Vuitton und andere Modeartikel. Lassen Sie die Finger davon. Die Carabiniere kontrollieren an den Stränden.
3
Autobahnen In Italien sind die Autobahnen mautpflichtig. Sie zahlen für die gefahrene Strecke. Höchstgeschwindigkeit 130 kmh; auf Landstraßen sind 90 kmh erlaubt.
4
Verbote in Städten Sitzen, Essen, Stehen – all das kann schon ein Fehler sein. Es ist verboten, auf den Stufen von Sehenswürdigkeiten zu sitzen.
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